In der Tiermedizin gilt: Der frühe Notfall ist meist günstiger zu behandeln als der Spätfall. Diese Symptome sollten Sie nicht beobachten, sondern sofort handeln:

  1. Schwere Atemnot – das Tier atmet aus dem Mund, die Bauchmuskeln werden stark beansprucht.
  2. Kollaps oder Bewusstlosigkeit – das Tier reagiert nicht mehr auf Ansprache.
  3. Krampfanfälle – besonders wenn der erste Anfall länger als 5 Minuten dauert.
  4. Starke Blutung, die nicht durch Druck zu stoppen ist.
  5. Bleiche oder blaue Zahnfleischhaut – Zeichen für Kreislauf- oder Blutprobleme.
  6. Verdacht auf Vergiftung – Schokolade, Xylitol, Medikamente, Pflanzen.
  7. Vergebliches Pressen beim Wasserlassen – besonders bei männlichen Katzen: Notfall!
  8. Kolik beim Pferd – Unruhe, Scharren, Blicken zum Bauch.
  9. Steifer Nacken und Fieber mit Bewegungsunlust (Hund: Starrheitssyndrom).
  10. Fremdkörper in der Luftröhre – würgender Husten, blaue Zunge, pfeifende Atmung.
  11. Harte, aufgetriebene Bauchdecke mit Würgen ohne Erbrechen (Magendrehung).
  12. Plötzliche Lähmung oder Nachschleifen der Hinterbeine.

Was Sie tun können

Ruhig und warm transportieren, nichts zu essen oder trinken geben, keine Medikamente verabreichen. Zeitpunkt und Verlauf dokumentieren – Fotos und Videos helfen dem Tierarzt enorm. Nutzen Sie im Zweifel die Telefonnummer Ihres Tierarztes oder den Notdienst.