In der Tiermedizin gilt: Der frühe Notfall ist meist günstiger zu behandeln als der Spätfall. Diese Symptome sollten Sie nicht beobachten, sondern sofort handeln:
- Schwere Atemnot – das Tier atmet aus dem Mund, die Bauchmuskeln werden stark beansprucht.
- Kollaps oder Bewusstlosigkeit – das Tier reagiert nicht mehr auf Ansprache.
- Krampfanfälle – besonders wenn der erste Anfall länger als 5 Minuten dauert.
- Starke Blutung, die nicht durch Druck zu stoppen ist.
- Bleiche oder blaue Zahnfleischhaut – Zeichen für Kreislauf- oder Blutprobleme.
- Verdacht auf Vergiftung – Schokolade, Xylitol, Medikamente, Pflanzen.
- Vergebliches Pressen beim Wasserlassen – besonders bei männlichen Katzen: Notfall!
- Kolik beim Pferd – Unruhe, Scharren, Blicken zum Bauch.
- Steifer Nacken und Fieber mit Bewegungsunlust (Hund: Starrheitssyndrom).
- Fremdkörper in der Luftröhre – würgender Husten, blaue Zunge, pfeifende Atmung.
- Harte, aufgetriebene Bauchdecke mit Würgen ohne Erbrechen (Magendrehung).
- Plötzliche Lähmung oder Nachschleifen der Hinterbeine.
Was Sie tun können
Ruhig und warm transportieren, nichts zu essen oder trinken geben, keine Medikamente verabreichen. Zeitpunkt und Verlauf dokumentieren – Fotos und Videos helfen dem Tierarzt enorm. Nutzen Sie im Zweifel die Telefonnummer Ihres Tierarztes oder den Notdienst.